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Die Passion der Jungfrau von Orleans (La Passion de Jeanne D’Arc)

Die Basilika von Seligenstadt prĂ€sentierte im Rahmen der SeligenstĂ€dter Konzertreihe und der gerade begonnenen Fastenzeit ein aussergewöhnliches Event: Der Stummfilm “La Passion de Jeanne D’Arc” von Carl Theodor Dreyer wurde mit Live-Musik im Gotteshaus am 11.03.2006 um 20:00 Uhr aufgefĂŒhrt.

Zum Film
(Quelle: Deutsches Filminstitut)
“Der Prozess und der Tod des HirtenmĂ€dchens Johanna, die fĂŒr die Freiheit ihres Vaterlandes kĂ€mpfte, wurde von Carl Theodor Dreyer 1928 so unvergleichlich in Szene gesetzt, dass alle spĂ€teren Versuche an dem Stoff im Vergleich dazu bislang gescheitert sind. Zur WiederauffĂŒhrung nach 25 Jahren schrieb bereits 1953 die Frankfurter Neue Presse, was auch heute noch gilt: ‘Zu den Filmen, die man nie vergisst, gehört der Jeanne D’Arc-Film von Carl Th. Dreyer mit der inzwischen verstorbenen Maria Falconetti in der Hauptrolle. Die WIederauffĂŒhrung lasst erkennen, dass die wahren kĂŒnstlerischen Werte im Film trotz aller technischen Fortschritte unverĂ€nderlich geblieben sind’.”
Die originale Begleitmusik zum Film gilt als verschollen

Die Passion der Jungfrau von Orleans, Frankreich 1928, 84 Minuten, deutsche Fassung (Zwischentitel)
FSK: ab 12
Regie: Carl Theodor Dreyer
Mit Maria Falconetti, Eugene Silvain, Michel Simon, Maurice Schutz
Kamera: Rudolph Maté
Buch: Carl Theodor Dreyer, Joseph Delteil

Zur Basilika von Seligenstadt
(Quelle: http://www.basilika.de/start.html?http://www.basilika.de/home.php )
Die Pfarrei ist benannt nach den beiden römischen MĂ€rtyrern Marcellinus und Petrus, den Schutzpatronen Seligenstadts, die wĂ€hrend der letzten großen Christenverfolgung 304 in Rom starben. Ihre Gebeine wurden von Einhard, dem Erbauer der Basilika, um 840 nach Seligenstadt geholt und ruhen heute in einem Schrein unter dem Hauptaltar der Basilika. Das Kloster Seligenstadt wurde nach der SĂ€kularisation 1803 aufgelöst und die Basilika, die zuvor Klosterkirche war, wurde Pfarrkirche der Katholiken Seligenstadts.
Wie die Überlieferung berichtet,  wurden der Priester Marcellinus und der Exorzist Petrus in der diokletianischen Verfolgung um 304 nach Christus in den Kerker geworfen, was den Glaubenseifer dieser Christen nicht zu dĂ€mpfen vermochte. Selbst dort setzten sich die tapferen MĂ€nner fĂŒr ihr Bekenntnis zu Christus ein, bekehrten viele Mitgefangene zum christlichen Glauben und tauften sie heimlich. Nachdem man diese MissionstĂ€tigkeit erkannt hatte, wurden Marcellinus und Petrus noch grĂ¶ĂŸeren Leiden und Misshandlungen ausgesetzt und schließlich im schwarzen Wald bei Rom hingerichtet. Durch ein Traumgesicht veranlasst, bargen die frommen Frauen Lucillia und Firmina die Leichname der Ermordeten und bestatteten sie am 2. Juni in der NĂ€he der GrabstĂ€tte des heiligen Tiburtius.

Gerade der Hintergrund dieser beiden MĂ€rtyrer von Seligenstadt ließ die Besucher der AuffĂŒhrung des Stummfilmes am 11.03.2006 eine besondere AtmosphĂ€re in der Basilika erwarten. Ein stimmungsvoller Abend war somit garantiert.


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